Schönere neuere Welt
Das neue iPhone soll ja besser, schneller, billiger, cooler sein als das alte, und der iPod Touch ist auch ein begehrtes Gadget. Jane Hart führt auf ihrer Site des Centre for Learning & Performance Technologies10 Gründe auf, warum diese Geräte nun dem mobilen Lernen Auftrieb geben werden.
Mobile Learning ist Zukunft
sagt Beat Döbeli Honegger, dessen Dillinger Referat ich mir gestern zu Gemüte führen durfte. Nachdem Mandy Schiefner und Thomas Stierli schon darauf verwiesen haben mache ich das gerne hier noch einmal, denn es lohnt sich, sich diese Stunde Zeit zu nehmen. Vielen Dank Beat Döbeli.
Das Schöne an dem Referat ist, dass Beat aus der Praxis (PHZ) erzählt. Vom am eigenen Leib erfahrenen (7 Mythen), er erzählt aus seinem persönlichen Alltag, von dem was er um sich herum hat (Mobiles in allen Formen und Farben und Sohn) und sieht (Aussicht). Alles andere als abgehoben, und deshalb so schön nachvollziehbar. Das bisschen Theorie und Philosophie kommt in homöopathischen Dosen und wird der Tatsache gerecht, dass das Publikum zuhören und mitkommen sollte. So kriegt man doch das Fundament mit und kann bei Bedarf das Thema individuell vertiefen. Ein Glanzstück in meinen Augen.
e-Learning wird mehr m-Learning
Da bald alle Handys besitzen werden, kommen diese künftig zwangsläufig vermehrt zum Einsatz, wenn es ums Lernen geht. Dies ist auch meine Meinung. Diese handlichen Dinger können auch immer mehr, sie mutieren langsam zu Mini-Computern. Und vor allem: Sie sind da. Viele, viele Kinder besitzen bereits mit 8 oder 9 Jahren eigene Mobiltelefone. Sie eignen sich nicht nur zum Medienkonsum (dem bösen!), sie eignen sich vor allem auch zur Medienproduktion. Wir sollten lernen, Handys (und Computer) produktiv, kreativ und kommunikativ einzusetzen – auch in der Schule und überall.
Das Handy im Physikunterricht
An der Hauptschule der Pädagogischen Akademie in Graz zeigt das Projekt MobileClassRoom auf, wie das Handy als Dokumentationsinstrument im Physikunterricht eingesetzt werden kann.
Die Handys sind ausgerüstet mit der Software MoMo (Mobile Moodle).
MoMo baut auf der MLE auf und ermöglicht es LehrerInnen einfach selbst Unterrichtsinhalte für das Handy zu erstellen und SchülerInnen das Handy für alle Ebenen des Unterrichts zu nutzen. Unter anderem ist ein direkter Zugang per Handy zum Lern Management System (LMS) Moodle möglich und erlaubt Zugriff auf online Lerninhalte, Diskussionsforen und Umfragen.
Die Schüler/innen sind zwischen 12 und 14 Jahre alt. Ziel ist es, Experimente und Beobachtungen im Physikunterricht per Photo, Video oder Audio zu dokumentieren und in Moodle zu präsentieren. Die üblichen Leraktivitäten wie Foren etc. werden ebenfalls genutzt, um die Dokumentationen zu präsentieren und zu diskutieren.
Vorgehen ist wie im Video gezeigt Folgendes:
– Die Schüler/innen bauen ihre Experimente auf
– Diskutieren die / eine Lösung
– Führen das Experiment durch und dokumentieren es, in dem sie es mit dem Handy auf Video aufnehmen oder fotografieren.
Beobachtungen werden gesprochen und als Audio-File gespeichert.
– Dateien werden an Moodle geschickt zur Weiterverarbeitung
– Die Schüler/innen präsentieren ihre Ergebnisse in einem Forum
Hier das Interview mit Prof Edouard Schittelkopf, Mathematik-, Physik- und Chemie-Lehrer, in dessen Unterricht das Projekt durchgeführt wurde.