Was brauche ich?
Beart Döbelis Blogeitrag
«Visualisierung des notwendigen Wissens, um ICT im Unterricht einsetzen zu können» hat mich sehr erfreut. Offenbar denke ich auch gerne in Kästchen, wenn sich damit komplexe Zusammenhänge einfacher darstellen lassen.
Dinge einfacher darzustellen und damit auch der Verständlichkeit zu dienen, dazu sind, so habe ich das jedenfalls verstanden,
Modelle eben da.
Wir (
Andy Hediger und ich) haben an
unserer Institution vor ein paar Jahren ebenfalls ähnliche Ideen gehabt, wenn wir auch ein paar andere verwandte Begriffe gewählt haben. Dass wir auch auf dieses Gebilde gekommen sind, ist allerdings wohl kein Zufall. Die Parallele ist allzu offensichtlich. Offenbar geistert ein solches dreiteiliges Modell in den Köpfen herum.
Komplexität des TPCK-Modells
Mir fällt auf, dass in dem von Beat zitierten Modell jeweils Wert gelegt wurde auf die Definition der Misch-Formen wie Technisch-Pädagogisches Wissen, oder Technological Content Knowledge etc. Ich werde künftig darauf ein besonderes Augenmerk richten. Vielen Dank für die Anregung.
Der Unterschied
Der grösste Unterschied liegt in der nur oberflächlichen Parallelität von «Content» im TPCK-Modell bzw. bei uns «Kommunikationsgestaltung». Hier werden klar verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Im TPCK-Modell liegt der Fokus auf dem vorhandenen Fachwissen einer Lehrperson, während wir grösseren Wert auf die
Darstellung und Aufbereitung von (Fach-)Wissen gelegt haben, als auf das Fachwissen selbst (C in dem von Beat zitierten Modell).
Woran das liegen mag? Vielleicht aus unserer Erfahrung als Erwachsenenbilderinnen, die wir speziell bereits in der Praxis verankerte und in dem Sinne erfahrene und demnach auch bereits wissende Personen weiterbilden in der medialen Aufbereitung von Inhalten.
Kommunikationsgestaltung
Unter «Gestaltung» verstehen wir Kommunikationsgestaltung, da auch hier Ziel und Zweck eines Textes, also in unserem Kontext eines Lehr- bzw. Lerntextes, und die mitgedachten Adressaten/die Adressatinnen (Zielpublikum) entscheidend sind. Lernmaterialien so aufzubereiten, dass sie den individuellen Lernerfolg der Lernenden unterstützen, erfordert Erfahrung und (Medien-)Wissen, und ist somit eine gestalterische Aufgabe. Dies ist hier etwas verkürzt subsummiert unter «Gestaltung» schlechthin, nicht zu verwechseln mit «Webdesign».