21/5 Von der Wissensvermittlung zur Kompetenzentwicklung

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 11:42
Lernen orientiert sich an der individuellen Wirklichkeit
Die wesentlichen Anforderungen an ein bedarfsgerechtes Kompetenzentwicklungssystem ist die Vermittlung von Fähigkeiten, Probleme im Arbeitsleben selbstorganisiert zu lösen. Dagegen verliert die reine Vermittlung von Inhalten aufgrund ihrer sinkenden Halbwertzeit sowie der zunehmenden Verfügbarkeit des Wissens an Bedeutung. Folglich sind die Ziele nicht inhalts- sondern problemorientiert zu bestimmen.
Hervorhebung durch die Autoren.

Das Kompetenzentwicklungssystem setzt sich aus Wissensinputs und (Online-)Lern- und -Handlungsphasen zusammen. Reflexion ist die Konstante. Dieses System ist a priori und auf verschiedenen Ebenen «blended».
Lernplanung in diesem Sinne kann (...) nur ein offener Entwurf sein, der die Lernenden zum selbsorganisierten Handeln befähigen soll. Diese Lernprozesse finden in einem dynamischen Kreislaufsystem statt. Dabei werden Phasen der Wahrnehmung und der Nutzung von Wissensinputs mit Lern- und Handlungsphasen verbunden, die in einem laufenden Reflexionsprozess analysiert und ausgewertet werden. Dieser Lernprozess erhält durch die Integration von Learning-Management-Systemen mit Web 2.0-Elementen eine neue Qualität. In allen Phasen nutzt der Lernende das System mit dem Ziel, sein individuelles und das organisationale Lernen zu optimieren. Dadurch werden die relativ starren Dimensionen klassischer Lernsysteme zu einem dynamischen Kompetenzentwicklungssystem erweitert.

Aus Erpenbeck, John, Sauter, Werner, Kompetenzentwicklung im Netz, New Blended Learning mit Web 2.0, S. 163 und 165.




08/2 Internet als Medium der Wissensgenerierung

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 13:51
Peter Baumgartner über Wissen und die Rolle des Internets
Die Möglichkeiten der Aneingnung von Wissen werden durch das Internet nicht nur erweitert sondern auch grundlegend verändert. Mit dem Internet können Informationen nicht nur besonders rasch und in nahezu unbegrenzter Menge verbreitet werden, sondern durch Partizipations- und Interaktionsmöglichkeiten auch zu Wissen verarbeitet werden. Das Internet ist nicht nur Transfer- sondern auch Kommunikationsmedium, nicht nur Medium der Verbreitung sondern auch der Generierung von Wissen.
Ich glaube, dass der Umgang mit dieser Informationsflut, ihre Verarbeitung, d. h. der Transformationsprozess von Information zu Wissen, eine wesentliche – wenn nicht die – Grundfertigkeit der kommenden Generationen sein wird. Die rasch wechselnden interdisziplinären Anforderungen bringen gesellschaftliche Unsicherheit, Instabilität und Wertekonflikte mit sich, die durch unser althergebrachtes Bildungssystem (Vermittlung von allgemeinen Wissensprinzipien, «Lernen auf Vorrat») nicht mehr bewältigt werden können.

Zitate aus
Peter Baumgartner
Eine neue Lernkultur entwickeln: Kompetenzbasierte Ausbildung mit Blogs und E-Portfolios (PDF, 2005)




20/12 Kompetenz

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 16:07
Kompetenz ist die Fähigkeit im Umgang mit Wissen
Allgemein charaktierisiert der Kompetenzbegriff also eine bestimmte Qualität von Wissen, die nicht inhaltilch oder sachlich bestimmt, sondern höher aggregiert ist. Kompetenz als Wissen bzw. als kognitive Fähigkeit betrifft keine sachliche Phänomenebene, sondern die Fähigkeit im Umgang mit Wissen selbst.

Quelle
Dewe und Weber, moderne Lernformen, S. 29




20/12 Zugang zur Wissensgesellschaft

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 12:36
Einen Zugang zu dieser Wissensgesellschaft erhält allerdings nur derjenige, der über entsprechende Ressourcen und Kompetenzen zur Informationsaufnahme, -verarbeitung und -interpretation verfügt, wobei alle drei Prozesse dominant von den Informations- und Kommunikationstechnologien geprägt sind.

Dewe, Bernd und Weber, Peter J., Einführung in moderne Lernformen, Beltz Studium, Basel und Weinheim 2007, S. 15.




20/12 Drei Aufgaben der Erwachsenenbildung und ICT

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 12:15
Herausforderung der Erwachsenenbildung durch ICT
Die drei klassischen Aufgaben der Erwachsenenbildung – Qualifikation, Sozial-Integration, Kulturbildung – werden heute von den modernen Kommunikations- und Informationstechnologien nachhaltig beeinflusst.

Die Präsenz der ICT in der Gesellschaft führt dazu, dass die
– qualifizierende Aufgabe der Erwachsenenbildung folgende Verschiebung erhält: von "Berufssicherheit durch Weiterbildung" zu "Spezialist/innentum durch Weiterbildung"
– sozial-integrierende Aufgabe der Erwachsenenbildung die Individualisierung des Lernens und das informelle Lernen fördert
– kulturell bildende Aufgabe der Erwachsenenbildung heute auch Internationalität, Mehrsprachigkeit und politischer Wandel (Demokratisierung bzw. Thematisierung davon) mit sich bringt.

Diese drei Aufgabenbereiche sind nicht voneinander zu trennen: Das Spezialistentum mit dem Individualisierten Lernen verbunden (nicht alle müssen das Gleiche lernen), wie auch mit den benötigten Inhalten selbst, die vielleicht nicht in der Muttersprache existieren sind, sondern in der "internationalen Sprache" Englisch.

Gefunden in: Dewe, Bernd und Weber, Peter J., Einführung in moderne Lernformen, Beltz Studium, Basel und Weinheim 2007, S. 14ff.




05/10 Gemässigter Konstruktivismus

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 15:47
Ulrike Höbarth fasst den Gemässigten Konstruktivismus folgendermassen zusammen:

– Wissen wird von Lernenden immer aktiv konstruiert. Wissen kann nicht einfach übernommen werden.
– Da jedes Individuum (neues) Wissen im Kontext des eigenen (Vor-)Wissens selbst konstruiert, sind Denkweisen individuell verschieden.
– Wissen wird immer situationsabhängig konstruiert. Die Lernumgebung bestimmt also nicht, wie auf das neu erworbene Wissen später zurückgegriffen werden kann.
– Lernen ist ein sozialer Prozess. In diesen Prozess werden die Lernenden in eine Gemeinschaft hineinwachsen.

Quelle: Höbarth, Ulrike: Konstruktivistisches Lernen mit Moodle, Praktische Einsatzmöglichkeiten in Bildungsinstitutionen, Boizenburg 2007, S. 33/34.




05/10 Gestaltungsprinzipien für problemorientierte Lernumgebungen

Kategorie: Lesezeichen    Von miriam um 15:18
Vier Gestaltungsprinzipien für problemorientierte Lernumgebungen

Authentizität und Situiertheit
Relevante, authentische Probleme werden gewählt als Ausgangspunkt für das Lernen. Die Darstellung von realistischen Situationen oder authentischen Fällen weckt Neugier und Interesse bei den Lernenden, der Praxisbezug ist gegeben.

Multiple Kontexte
Lernende werden angeregt, das Gelernte in mehreren unterschiedlichen Problemstellungen konkret anzuwenden. Auf diese Weise lässt sich im Idealfall Wissen aufbauen, das in verschiedenen Situationen flexibel abgerufen und umgesetzt werden kann.

Multiple Perspektiven
Probleme werden aus verschiedenen Gesichtspunkten angesehen und bearbeitet.

Sozialer Kontext
Kollaboratives Lernen sollte in möglichst vielen Lernphasen möglich sein.

Nach Gerstenmaier/Mandl 1995
Wissenserwerb unter konstruktivistischer Perspektive, in: Zeitschrift für Pädagogik 41.
Gefunden in:Höbarth, Ulrike: Konstruktivistisches Lernen mit Moodle, Boizenburg 2007, S. 32.

Es ist sicher nicht einfach, solche Prinzipien aus dem Zusammenhang gerissen so verkürzt darzustellen, aber ich habe mir hiermit ein Lesezeichen gesetzt, nicht zuletzt im Sinne einer Erinnerung, was ich alles noch lesen sollte... ;-) So eröffne ich auch gleich eine neue Kategorie «Lesezeichen».